Dissertationsprojekte

Medien und Organisationen:

Medien (Print- und Onlinemedien, Fernsehen und Rundfunk) beeinflussen maßgeblich die öffentliche Wahrnehmung und Reputation von Organisationen. Die ebenfalls relevante Frage, wie sich Medienberichterstattung auf das Verhalten der Organisation und der Organisationsmitglieder selbst auswirkt, bleibt in der Literatur allerdings weitgehend unberücksichtigt. Das Ziel des Dissertationsprojektes besteht entsprechend darin, diesen Zusammenhang konzeptionell und empirisch zu analysieren. Dazu wird zunächst das heterogene Forschungsfeld im Rahmen eines Literaturübersichtsartikels erschlossen. Darauf aufbauend soll es die systematische Auswertung der Medienberichterstattung über Organisationen bzw. einzelne Organisationsmitglieder ermöglichen, die Auswirkungen der Medien auf organisationales Verhalten besser zu verstehen.

(Bearbeitet von: Pierre N. Huneke)

Nonprofit Organisationen:

Die Zusammenarbeit zwischen Nonprofit-Organisationen (NPOs) und anderen Sektoren, namentlich dem Business- und Regierungs-Sektor, hat in den letzten Jahren stets zugenommen. Obwohl die Managementforschung diese Entwicklung und deren Implikationen aus unternehmerischer Sicht beleuchtet, bleibt weitestgehend unklar, welche Auswirkungen diese Zusammenarbeit auf NPOs selbst hat. Diese Perspektive ist jedoch insbesondere daher interessant, da sich die Ergebnisse aus der Unternehmensforschung aufgrund unterschiedlicher Motivationen, Werten, Strukturen, Vorgehensweisen, sowie der Zusammensetzung von Organisationsmitgliedern nur schwer oder gar nicht auf NPOs übertragen lassen. Ziel des Dissertationsprojektes ist es daher zu ergründen, wie sich verschiedene Arten von Kollaborationen zwischen NPOs und anderen Organisationen auf intraorganisationale Prozesse und die Zusammenarbeit innerhalb von NPOs auswirken. Das Thema wird insbesondere aus einer Identitäts- und Identifikationsperspektive beleuchtet.

(Bearbeitet von: India Kandel)

Organisationales Lernen aus Fehlern:

„Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“ (Konfuzius)

In der Literatur wird davon ausgegangen, dass Fehler ein substantielleres Lernpotenzial für Organisationen ermöglichen als Erfolge. Dieses Lernpotenzial wird allerdings oftmals nicht genutzt. So zeigen Praxisbeispiele und Studien, dass Organisationen oftmals falsche Rückschlüsse aus ihren Fehlern ziehen und es verpassen, nachhaltige Lernprozesse zu initiieren. Vor diesem Hintergrund soll das Dissertationsprojekt dazu beitragen, besserer zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen Organisationen aus Fehlern lernen. Im Zentrum steht eine Mehrebenenbetrachtung des Lernprozesses aus Fehlern, d.h. die Analyse des wechselseitigen Einflusses von lernhemmenden und -fördernden Faktoren auf individueller und organisationaler Ebene. Darüber hinaus zeichnet sich das Projekt durch eine dynamische Perspektive aus, die Lernprozesse über die Zeit abbildet.

(Bearbeitet von: Thomas Schardt)

HRM und Innovation:

Dieses Dissertationsprojekt verbindet die beiden Themengebiete Human Resource Management (HRM) und Innovation und vereint strategische mit verhaltenswissenschaftlichen Fragestellungen. Im Kern der Arbeit soll untersucht werden, wie HR-Praktiken und -Systeme zielgerichtet eingesetzt werden können, um die Kreativität und Motivation der Mitarbeiter – und damit letztlich Innovationsfähigkeit eines Unternehmens – zu erhöhen. Ein besonderer Fokus des Dissertationsprojekts liegt auf offenen Innovationsprozessen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein systematisch und gezielt ausgestaltetes HRM offene Innovationsprozesse positiv beeinflussen und verhaltensorientierte Barrieren, die in diesem Rahmen auftreten können, abbauen kann. Das Forschungsprojekt wird sowohl theoretisch-konzeptionell als auch empirisch bearbeitet.

(Bearbeitet von: Niklas Wever)

Innovative Teams:

Digitalisierung, immer schnellere Produktlebenszyklen und die anhaltende Globalisierung der Wirtschaft tragen dazu bei, dass Innovationsfähigkeit mehr denn je ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen ist. Die Entwicklung und Implementierung von Innovationen wird dabei zunehmend als Teamaufgabe verstanden, da komplexe Problemlösungen eine breite Wissensbasis und kooperative Austauschprozesse voraussetzen. Das Dissertationsprojekt widmet sich vor diesem Hintergrund der Analyse grundlegender Einflussfaktoren auf die Kreativität und Innovationsfähigkeit von Teams. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Teamarbeit in den letzten Jahren selbst radikal verändert hat (z.B. durch die Verbreitung virtueller Teams), stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, inwiefern traditionelle Erklärungsansätze der Literatur nach wie vor Gültigkeit besitzen. Die bisherige Forschung soll in dem Projekt insbesondere durch die Einnahme einer Mehrebenenperspektive erweitert werden, die Funktions- und Wirkungsmechanismen auf Individuums-, Team- und Organisationsebene in die Betrachtung integriert.

(Bearbeitet von: Jana Wilhelm)